Logopädie für Kinder

Stilisierte Illustration mit Holzspielzeug (Stapelringe, Bauklötze, Puzzle), Bildkarten mit Ballon, Stern, Herz und Wolke, Sprechblasen mit einem Lächeln und Punkten, Schallwellen und sanften Blattmotiven — Symbolwelt für kindliche Sprachförderung in Pastellfarben.

Manche Kinder sprechen einzelne Laute noch nicht richtig aus, vertauschen Laute, lassen Laute weg oder werden von anderen schwer verstanden. Andere Kinder haben Schwierigkeiten, Wörter zu finden, Sätze zu bilden, grammatische Formen sicher zu verwenden oder Erlebtes zusammenhängend zu erzählen.

Nicht jedes Kind entwickelt sich gleich schnell. Und nicht jede Auffälligkeit bedeutet automatisch, dass etwas „Schlimmes“ dahintersteckt. Manchmal lohnt es sich aber, genauer hinzuschauen — besonders dann, wenn ein Kind im Alltag, in der Kita oder im Hinblick auf die Schule sprachlich unsicher wirkt.


Wann eine Behandlung sinnvoll sein kann

In meiner Praxis behandle ich Kinder in ausgewählten Fällen — vom verzögerten Sprachbeginn bis zu sprachlichen Auffälligkeiten im Vorschulalter. Häufig geht es um Aussprache, Lautentwicklung, Wortschatz, Grammatik, Satzbau oder einen verzögerten Sprachbeginn.

Zu Beginn schaue ich genau: Was gelingt dem Kind bereits? Wo wird es schwierig? Kann es einen Laut motorisch noch nicht bilden? Oder kann es den Laut eigentlich schon, setzt ihn aber in Wörtern, Sätzen und im Alltag noch nicht sicher ein?

Oft zeigt sich dabei, wo der eigentliche Weg beginnt — manchmal ist ein Laut rasch angebahnt, und die eigentliche Arbeit fängt erst danach an.

Manchmal zeigt sich auch, dass ein Kind viele Wörter versteht, aber selbst noch wenig spricht oder Sprache noch nicht sicher aufbauen kann.


Wie ich arbeite

Die Therapie ist spielerisch, aber klar strukturiert. Kinder lernen am besten, wenn sie Freude am Tun haben — gleichzeitig braucht gute Therapie ein Ziel, Wiederholung und eine klare Idee davon, was geübt wird.

Die meisten Kinder kommen gern zu mir — und das ist kein Nebeneffekt, sondern Teil der Sache. Wer Spaß hat, macht mit, traut sich was und bleibt dran. Genau da fängt gute Therapie an.

Ich arbeite gerne mit Spielen, Bildern, Bewegungsaufgaben und alltagsnahen Übungen. Wenn es sinnvoll ist, können auch Apps oder kleine Übungsimpulse für zu Hause eingesetzt werden. Dabei geht es nicht um langes Üben, sondern um kurze, passende Wiederholungen, die dem Kind helfen, das Gelernte sicherer zu übernehmen.


Zusammenarbeit mit den Eltern

Wichtig ist mir die Zusammenarbeit mit den Eltern. Therapie wirkt besser, wenn Eltern verstehen, woran wir arbeiten, warum bestimmte Übungen wichtig sind und wie sie ihr Kind im Alltag unterstützen können.

Deshalb erkläre ich mein Vorgehen klar und gebe, wenn sinnvoll, kleine Aufgaben oder Hinweise für zu Hause mit. Es geht dabei nicht um zusätzlichen Druck im Familienalltag — kurze, regelmäßige Momente reichen oft völlig.


Damit Ihr Kind gut aufgehoben ist

Ich bin keine reine Kinderpraxis — mein Schwerpunkt liegt bei Erwachsenen. Kinder nehme ich daneben gern auf, aber in begrenzter Zahl, damit jedes Kind die Aufmerksamkeit und Ruhe bekommt, die es braucht.

Stottern und kindliche Stimmstörungen behandle ich aktuell nicht — dafür sind Kolleginnen und Kollegen mit entsprechendem Schwerpunkt die bessere Adresse.

Fachlicher Hintergrund

Meine Fortbildungen im Kinderbereich umfassen unter anderem:

  • Grammatikentwicklung, Wortschatzerwerb, Prosodie und Sprachverstehen nach Zvi Penner
  • Diagnostik und modellorientierte Therapie kindlicher Wortfindungsstörungen nach Julia Siegmüller
  • phonologische Störungen und Therapie von Ausspracheauffälligkeiten
  • myofunktionelle und orofaziale Therapie
  • Neurofunktions!therapie NF!T® im Mund-, Augen- und Körperbereich
  • Gesprächsführung und Zusammenarbeit mit Eltern

Welche Vorgehensweise sinnvoll ist, richtet sich danach, an welchem Punkt das Kind gerade steht, wodurch die Entwicklung ins Stocken gerät und welche nächsten Schritte es gut bewältigen kann.


Häufige Fragen

Mein fachlicher Schwerpunkt liegt seit über 30 Jahren im neurologischen Bereich — Schlaganfall, Parkinson, Stimm- und Schluckstörungen. Das ist mein Kernkompetenzfeld. Kinder behandle ich daneben in ausgewählten Fällen, wenn es thematisch passt (Aussprache, Wortschatz, Grammatik, verzögerter Sprachbeginn) und Kapazitäten frei sind. Damit stelle ich sicher, dass jedes Kind die Aufmerksamkeit bekommt, die es braucht.

Wenn Ihr Kind mit 2 Jahren noch kaum spricht, wenn es Laute vertauscht oder auslässt und dabei schwer verständlich ist, wenn andere im Alltag häufig nachfragen, oder wenn die Kita eine sprachliche Auffälligkeit anspricht — dann lohnt sich eine Abklärung. Nicht jede Auffälligkeit ist behandlungsbedürftig, aber genauer hinschauen schadet nicht.

Nein, Stottern behandle ich nicht. Mein Anspruch ist, dass jedes Kind die bestmögliche Therapie bekommt — und in diesem Bereich habe ich wenig Erfahrung. Für Kinder mit Stottern sind Kolleginnen und Kollegen mit entsprechendem Schwerpunkt die bessere Adresse.

In der Diagnostik und bei jüngeren Kindern grundsätzlich ja, weil ich Sie ins Vorgehen einbeziehen möchte. Bei etwas älteren Kindern lasse ich die Situation im Verlauf offen — manche Kinder arbeiten konzentrierter, wenn Eltern nicht im Raum sind. Wichtig ist mir, dass Sie als Eltern verstehen, woran wir arbeiten.

Sie sind unsicher, ob Ihr Kind logopädische Unterstützung braucht? Melden Sie sich gern. Gemeinsam schauen wir, ob eine logopädische Abklärung sinnvoll ist und ob aktuell ein passender Therapieplatz möglich ist.